Mit Faltrad, Bus & Bahn. Durch Deutschland, Österreich & die Schweiz.
Das Undenkbare denkbarer werden lassen und Räume für Austausch über das Gute Leben für alle öffnen: In Vorträgen, Filmgesprächen und Lesungen geht es darum, Impulse zu geben, die mal mehr irritieren, mal mehr inspirieren. Die Themen „alternative Ökonomie“, „Wege zur solidarischen Lebensweise“, „kreative Interventionen“ und „nachhaltiger Konsum?!“ laden ein außerhalb der Box zu denken. Ob an Schulen, Unis, auf Kongressen und Konferenzen, in kirchlichen oder gewerkschaftlichen Kontexten oder wo auch immer: Ich freue mich schon auf die 90 Vorträge in den 90 Tagen.
Das scheinbar Unmögliche möglich machen und zeigen, dass eine andere Welt nicht nur denkbar, sondern machbar ist. Statt uns auf Markt und Staat zu verlassen, lernen wir konkrete Alternativen kennen – wie Kollektivbetriebe und CSX-Unternehmen, die solidarisch und selbstorganisiert wirtschaften. So schaffen wir neue Selbstverständlichkeiten jenseits von Profitlogik – für eine Welt nach Bedürfnissen und Fähigkeiten! Ich freue mich schon sehr auf den Besuch von beispielsweise solocal energy in Kassel, zur molli im utopischen Salzderheld*innen oder auch der KoLa in Leipzig.
Kreative Interventionen in Gesellschaft mit radikaler Kritik an den bestehenden Verhältnissen und einer Prise Utopie, um Druck von unten aufzubauen. Ob jetzt Porsche in Salzburg, Rheinmetall in Düsseldorf, die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg… Es gibt überall Orte, um etwas zu verändern – bist Du dabei?
23.03. Hamburg
24.03. Sieben Linden
26.03. Klöden
Du möchtest Teil der Tour sein und einen Vortrag vor Ort organisieren?
Für die Tour entstehen Kosten von ungefähr 3.500 Euro (BahnCard 100 für drei Monate, Technik, Faltrad, Porto, …).
Wenn Du ein paar Euro über hast und das Projekt unterstützen magst, gib gerne was rein.
Via Paypal oder Direktüberweisung via goodcrowd
Tobi Rosswog ist Aktivist, Autor und freier Dozent sowie Mitinitiator verschiedener kreativer Kampagnen und Kollektive. Mediale Aufmerksamkeit erlangte er durch den bewussten Abbruch seines Studiums, das Verschenken seines gesamten Geldes und ein zweieinhalbjähriges geldfreies Leben, mit dem er Überfluss, Konsumzwang und die Wegwerfgesellschaft kritisierte.
Durch kreative Interventionen sorgt er regelmäßig für Medienresonanz, etwa mit den „Salzburger Porsche-Tunnel Festspielen“. Diese Erfahrungen gibt er an Aktionsgruppen und Kampagnenteams weiter und berät sie in ihren Prozessen.
Dabei bringen ihn die bunten Aktionen gelegentlich auch in Kontakt mit der Justiz: So wurde gegen ihn eine Zivilklage im Streitwert von 50.000 Euro eingereicht, vertreten von dem Medienstaranwalt Prof. Dr. Christian Schertz im Auftrag von Wolfgang Porsche. Der Prozess fand jedoch nicht statt, da die Kläger kurz vorher zurückzogen im Wissen, dass sie dieses Verfahren nicht gewinnen werden.
Im Rahmen der Kampagne „VW steht für VerkehrsWende“ am VW-Stammsitz in Wolfsburg wirkte Rosswog mit Arbeiter*innen und Aktivist*innen in über 100 Aktionen daran das Undenkbare denkbarer werden zu lassen. Ein etwa einstündiger Dokumentarfilm, „VerkehrsWendestadt Wolfsburg – den automobilen Konsens aufbrechen“, dokumentiert diese Arbeit.
Rosswog lebt in einer gemeinsamen Ökonomie und initiierte zudem utopische Freiräume wie das Funkenhaus in Greene, das K20 Projekthaus in Salzderheld*innen und den solidarischen Mitmachbahnhofskiosk zur molli mit, um alternative Ökonomien jenseits von Eigentum, Geld, Arbeit, Tausch, Wachstum und Konkurrenz erfahrbar zu machen.
Jährlich hält er rund 150 Vorträge und Workshops an unterschiedlichsten Orten – von Hochschulen bis zu Unternehmen – und gibt Impulse, die mal mehr irritieren, mal inspirieren.
Sein erstes Buch „After Work“ wurde 2018 von der Triodos Bank zu den „Neun Büchern, um Wirtschaft neu zu denken“ gezählt. Sein jüngstes Buch „Nehmen wir das Leben wieder selbst in die Hand“ erschien Ende 2025 gemeinsam mit der Mobilitätsexpertin Katja Diehl sowie dem VW-Arbeiter und IG-Metall-Vertrauensmann Thorsten Donnermeier.